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Freitag, 29. Januar 2021

Viriliter age! - III

Als er stirbt, ist er gerade mal vierzehn Jahre alt. Doch jeder Mann kann an ihm lernen, was die Tugend der Tapferkeit ist.

Wahrend der freimaurerischen antikatholischen Regierungszeit unter dem mexikanischen Präsidenten Calles bildet sich der katholische Widerstand der Cristeros, die die neu erlassenen brutalen Gesetze des Präsidenten bekämpfen und dafür oft genug mit dem Leben bezahlen.

Einer der Cristeros ist José Sánchez del Río, geboren 1913. Er schließt sich als Dreizehnjähriger, im Anschluß an seine Brüder, dem religiösen Kampf an und wird schließlich als Bannerträger in die Armee der Cristeros aufgenommen.

1928 nehmen ihn die Regierungstruppen gefangen und foltern ihn grausamst. Man schlitzt ihm unter anderem die Fußsohlen auf und läßt ihn danach auf Salz laufen, man erhängt vor seinen Augen einen Mitgefangenen und verspricht ihm die Entlassung aus der Haft, wenn er dem katholischen Glauben abschwöre. Statt den Kampfruf der Cristeros: Viva Cristo Rey! (Es lebe Christus, unser König!) soll er den apostatischen Ruf: Tod Christus, dem König proklamieren.

José, unbeirrt, treu, ruft aus: Viva Cristo Rey! Viva la Virgen de Guadalupe! Die Marter wird daraufhin fortgesetzt. Zerschunden, gequält, blutig, treiben ihn die Schergen des Präsidenten zur Hinrichtungsstätte, dem örtlichen Friedhof. Da José weiterhin seinen Glauben an den König Christus bekennt, tötet man ihn schließlich per Kopfschuß. Es ist der 10. Feber 1928. Sterbend, mit letzter Kraft, zeichnet der auf der Erde Liegende mit seinen blutigen Fingern ein Kreuz auf den Boden, bevor man ihn in die Grube stößt.

Der Spielfilm For Greater Glory (auf deutsch unter dem Titel: Gottes General) schildert das heroische Leben und Sterben der Cristeros, auch das Martyrium des José Sánchez del Rio.

2016 wird José Sánchez del Río von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 20. November.

Freitag, 22. Januar 2021

Viriliter age! - II

Es ist der 22. Mai 1958.

Jérôme Lejeune ist 32 Jahre alt. In dem Arbeitsheft, welches er seit dem 10. Juli 1957 gewissenhaft führt und in das er seine wissenschaftlichen Ergebnisse einträgt, notiert er unter obigem Datum die spektakuläre Zahl 47. Zum ersten Mal entdeckt er bei der genetischen Chromosomenanalyse eines sogenannten mongoloiden Kindes das Vorhandensein eines überschüssigen 47. Chromosoms anstelle der regulären 46 Chromosomen.

Im selben Jahr, im Dezember 1958, nach einem dreimonatigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten, kommt es zu einer Bestätigung des Erstfunds. Bei zwei weiteren Fällen nämlich identifiziert Lejeune erneut die Chromosomenanomalie, und zwar beide Male am 21. Chromosomenpaar.

Diese Entdeckung ist, das kann man ohne Übertreibung sagen, bahnbrechend. Die Genetik beziehungsweise Zytogenetik wird mit Lejeunes Entdeckung revolutioniert, denn zum ersten Mal ist nun mit wissenschaftlicher Methodik ein direkter Zusammenhang zwischen einer geistigen Beeinträchtigung und einer chromosomalen Anomalie dokumentiert worden.

Lejeune wäre, wenn es mit rechten Dingen zugegangen wäre, zum bleibenden Star der wissenschaftlichen genetischen Gemeinschaft reüssiert. Tatsächlich aber wird er in weiten Kreisen der scientific community zur persona non grata. Wie das?

1969 wird Lejeune der renommierte William Allan Memorial Award verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung der genetischen Zunft. Lejeune, der seit seiner Entdeckung in maßloser Enttäuschung feststellen muß, daß man seine genetischen Erkenntnisse zur pränatalen Diagnostik mißbraucht und das heißt zur eugenischen Eliminierung von ungeborenen Kindern, die Trisomie 21 aufweisen, steht vor der Wahl: Soll er bei der Preisverleihung eine klassisch harmlose Dankesrede halten und den medizinischen Mißbrauch verschweigen oder soll er seine ärztliche Verantwortung wahrnehmen und für die leuchtende Wahrheit des Lebens Zeugnis ablegen?

Während der Preisverleihung in San Franzisco, angesichts der versammelten namhaften Genetiker, drückt Lejeune in seiner Ansprache unumwunden seine Ablehnung der eugenischen Praktiken aus. Er sagt: »Töten oder Nichttöten, das ist die Frage. Seit Jahrhunderten hat die Medizin stets zugunsten des Lebens und der Gesundheit gekämpft, gegen die Krankheit und gegen den Tod. Wenn wir diese Grundlagen ändern, ändern wir die Medizin: Unsere Aufgabe ist es nicht, die Strafe zu verhängen, sondern die Strafe umzuwandeln.« Und er schlägt vor, daß man das berühmte Nationale Gesundheitsinstitut ersetzen solle durch ein Nationales Tötungsinstitut, denn dieser Name würde zu dessen Aktivität besser passen.

Die Reaktion der Honoratioren ist eisiges Schweigen.

Die steile Karriere Lejeunes ist danach beendet. Darüberhinaus: Mit seinem entschiedenen Auftreten gegen die Abtreibung in Frankreich, die mit der Loi Veil schließlich per Gesetz eingeführt wird, ist sein wissenschaftliches Prestige für etliche Kollegen erledigt. Forschungsgelder werden ihm gestrichen, auf Kongresse wird er nicht länger eingeladen, man bedroht ihn selbst körperlich.

Er hatte sich keinen Illusionen hingegeben. Nach seiner Rede in San Fransisco hatte er in sein Tagebuch geschrieben:

»Ich weiß sicher, und ich wuße es schon lange vorher, daß die wissenschaftliche Welt mir diese Missetat nicht verzeihen würde. Nonkonformist genug zu sein, um noch an die christliche Moral zu glauben und zu sehen, wie sie in voller Harmonie mit der modernen Genetik steht, das ist halt zu viel des Guten. Wenn jemals Chromosomen eine vage Chance auf den Nobelpreis hatten, so weiß ich, daß ich dem mit meiner Mahnung den Hals umgedreht habe. Aber zwischen dem und dem Halsumdrehen von kleinen Kindern, da gab‘s nichts zu überlegen.«

In der Tat, da gibt es nichts zu überlegen.

       
Grafik: fondationlejeune

Samstag, 16. Januar 2021

Viriliter age! (Psalm 26,14)

»So wurde Daniel aus der Grube herausgeholt; man fand an ihm nicht die geringste Verletzung, denn er hatte seinem Gott vertraut.« 

Buch Daniel 6,24 

Grafik: Briton Rivière, Daniel in the Lions. wikicommons

Freitag, 24. November 2017

Was mir der Starez erzählt


Eines Tages war die Rede davon, ob es auf der Welt jemanden gebe, den der Herr nicht liebt. Alle wußten die nach den Lehrbüchern korrekte Antwort und riefen schnell wie aus einem Mund: »Der Herr liebt alle!«

Doch da sagte Vater Rafail auf einmal: »Stimmt nicht! Die Furchtsamen liebt der Herr nicht!«

(aus: Bischof Tichon Schewkunow, Heilige des Alltags, Sankt Ottilien 2017)

Grafik:    Photo by Joshua Ness on Unsplash

Dienstag, 21. Juni 2016

David gegen Goliath

Seit letztem Jahr ist er weltberühmt. Das ist keine journalistische Übertreibung, sondern die pure Wahrheit. Die Rede ist von einem 27jährigen Kalifornier: David Daleiden.

Vor vier Jahren gründet Daleiden mit einem Team eine Biotech-Scheinfirma zum Zweck, dem internationalen Abtreibungsgiganten Planned Parenthood (dessen österreichischer Ableger die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung und dessen deutscher Ableger pro familia ist) das Handwerk zu legen.

In nahezu dreijähriger Undercoverarbeit ermitteln Daleiden und seine Mitarbeiter in den amerikanischen Zentren der Abtreibungsindustrie. Und das, was zum Vorschein kommt, ist der blanke Horror. Und dieser Horror, routinemäßig unter Vokabeln wie »Gesundheitsservice« und »Frauenrechte« vermarktet, ist jetzt dokumentiert und zu sehen: auf zahlreichen Videos, die seit letztem Jahr den Skandal öffentlich machen.

In Interviews mit Spitzenleuten des Abtreibungsgoliath fallen die Masken. In Video Nummer 2 scherzt eine betreffende Planned Parenthood Ärztin und Führungskraft: »Ich möchte einen Lamborghini«, während sie mit den Undercover-Ermittlern den besten Preis aushandelt für abgetriebene Babykörperteile. Denn Planned Parenthood macht nicht nur finanziellen Reibach mit der Notlage von Frauen, sondern zugleich lukrative Geschäfte mit den abgetriebenen Kindern und deren Organen. Wer Ohren hat zum Hören und Augen zum Sehen, der kann wahrnehmen, was die Abtreibungsindustrie antreibt: Money makes the world go round.

Die Abtreibungsprozeduren richten sich knallhart nach der Nachfrage. Werden frische Lungen oder frische Leberzellen benötigt? Kein Problem. Der Abtreiber wird’s schon richten, daß der potentielle Käufer (etwa ein Forschungslabor) die Ware erhält. Originalton PP: »Wir haben’s sehr gut hingekriegt, Herz, Leber und Lunge zu bekommen, denn wir wissen: Ich werde diesen Teil nicht kaputt machen, also werde ich hauptsächlich unten zudrücken und oberhalb zudrücken, und werd’ schauen, daß ich alles intakt rausbekomme« (Zitat aus dem 1. Video).

Seit den horrenden Enthüllungen ist nichts mehr wie zuvor. In mehreren Bundesstaaten der USA laufen seitdem Untersuchungen gegen den Abtreibungskonzern. Gesetze sind in Arbeit, die die staatlichen millionenschweren Subventionen von PP streichen wollen. Und der Goliath schlägt zurück, indem er absurderweise David Daleiden mit Strafprozessen überhäuft.

Wie hält der 27jährige David Daleiden dem stand? Woraus schöpft er seine Kraft? In einem rezenten Interview mit LifeSiteNews antwortet er. Drei spirituelle Einflüsse sind es, die ihn nähren:
  • »Nummer eins: Die alte Messe.«
  • Die zweite Quelle: die Botschaft Unserer Lieben Frau von Fatima. 
  • Und Quelle Nummer drei: pastorale Aussagen von Papst Franziskus.
Soviel ist sicher: Der Goliath wird fallen. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Denn die Davids gewinnen immer; heißt es doch im Wort der Heiligen Schrift: »Das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen« (1 Kor 1,27).

Das besagte Interview von LifeSiteNews mit Daleiden:



Zu seinen spirituellen Einflüssen erfährt man im obigen Video ab 5:15 oder direkt auf Youtube.

Zum Weiterlesen & -schauen

Das 3. Schock-Video:

Das 5. Schock-Video: