Fatima: Wenn… wenn nicht...
Am 13. Juli 1917, während ihrer dritten Erscheinung in Fatima, sagt die Muttergottes – nach der Vision der Hölle – unter anderem das Folgende zu den drei Hirtenkindern:
»Wenn man auf meine Wünsche hört (d.h. die Weihe Rußlands an Marias Unbeflecktes Herz sowie die Sühnekommunion an den ersten Samstagen), wird Rußland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Rußland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.«
Etliche haben sich gefragt, wie man sich die Vernichtung verschiedener Nationen vorzustellen habe? Würde es einen neuen Weltkrieg geben? Eine planetarische Katastrophe? Oder ein Unglück gewaltigen Ausmaßes?
Mittlerweile sind über 100 Jahre seit dem eindringlichen Weckruf der Muttergottes vergangen. Ihrer Forderung, 1917 ausgesprochen, wurde nicht nachgekommen. Und damit sind wir bei den Konsequenzen angekommen.
Rußland hat seine Irrtümer weltweit verbreitet. Es war das erste Land, welches staatlicherseits die Abtreibung legalisierte. Es war das Jahr 1920, die Zeit der bolschewistischen Revolution. 100 Jahre später ist die Abtreibung, zumal in den Ländern der sogenannten Ersten Welt, das vergötzte Goldene Kalb, der Moloch, welcher von der EU frenetisch als Recht gefeiert wird.
Und nicht nur die Abtreibung. In ihrem Schlepptau schleicht die Kontrazeption, die gleichfalls hymnisch gepriesen wird – als Befreiung der Frau, als Ende der sexuellen Zwangsjacke.
Und die Konsequenzen?
Ganze Nationen sterben aus. Europa vergreist.
Das ist keine Verschwörungstheorie, auch keine Unglücksprophetie, sondern Mathematik. Denn dort, wo Kinder verhütet beziehungsweise abgetrieben werden, und dies seit Jahrzehnten, sterben die Nationen. Maßgebliche Demographen - womit wir Demographen meinen, die keine ideologische Agenda vertreten - haben das demographische Abwärts früh aufgezeigt anhand der desaströsen Geburtenziffern, die jeder stabilen Bevölkerungspolitik Hohn sprechen. Doch die demographischen Daten interessieren nicht, sie stören den Tanz auf dem Vulkan. Und also geht der Krieg gegen die Kinder schamlos weiter.
Maria hatte, bei Befolgung ihrer Bitte, eine »Zeit des Friedens« verheißen. Maria hatte gewarnt. Maria hatte das Mittel der Heilung genannt. Und wir? Und die Kirche?
Von der »Zeit des Friedens« kann 2026 keine Rede sein.
Grafik: Von Bingar1234 - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=95089700
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