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Freitag, 15. April 2022

Karfreitag 2022

    »Laßt uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.«

Hebräerbrief 4, 16


 Grafik: Photo by Grant Whitty on Unsplash

Freitag, 2. April 2021

Karfreitag 2021

»Die Krone ist uns vom Haupt gefallen. Weh uns, wir haben gesündigt!«

Klagelieder 5,16

 

Grafik: https://pixabay.com/de/photos/schule-mundschutz-maske-corona-5058305/

Freitag, 30. März 2018

Ecce homo


Wenn man gefragt würde, wo man wohne und wie man heiße und all die anderen ähnlichen Fragen, so könnte man antworten das Übliche. Aber was besagt das schon am Karfreitag und am Karsamstag, wenn die Zeit in der Luft hängt, ohne Anker, ohne Halt?

Die Zeichnung des heiligen Johannes vom Kreuz drückt es auf ihre Art aus. Da hängt Christus am Kreuz, vornübergebeugt, und Er stürzt gleichsam zur Erde. Denn die kleine Federzeichnung gilt es nach vorne zu kippen, zu dir hin, so daß der Gekreuzigte zur Erde stürzt.


Und wer empfängt den Gekreuzigten? Wessen Herz ist zerbrochen genug, um den Herabstürzenden aufzunehmen?

Freitag, 14. April 2017

O Dio, pazzo d’amore!

Die hl. Caterina von Siena, Kirchenlehrerin und Patronin Europas, hat eines Tages Jesus gefragt:

Du warst tot, als man Deine Seite öffnete; warum wolltest du geschlagen werden und ein zerbrochenes Herz haben?

Man hatte Ihn gekreuzigt. Sie hatten endlich erreicht, was sie wollten, sie hatten Jesus mundtot gemacht, umgebracht – warum öffnete man dem Toten auch noch das Herz?

Jesus hat der heiligen Catarina die folgende Antwort gegeben:
»Weil meine Sehnsucht nach dem Menschen unendlich war, das tatsächliche Erdulden der Schmerzen und Qualen war jedoch endlich; und durch diese endliche Beschaffenheit konnte ich euch nicht zeigen, mit welch unendlicher Liebe ich euch liebte, denn meine Liebe war unendlich. Darum wollte ich, daß ihr das Geheimnis meines Herzens seht, indem ich es euch offen zeigte, damit ihr sehen solltet, daß ich euch mehr liebte, als es ein endliches Leiden zu zeigen vermag.«
Dieser unendlichen Liebe antwortet schließlich Caterina mit ihrem ekstatischen Ruf: O Dio, pazzo d’amore! (O Du Narr der Liebe!).

Denn diese Liebe ist verrückt. Sie ist ein Abgrund, der nach dem Abgrund der Antwort ruft. Sie sprengt unser Begreifen.

Diese Verrücktheit der Liebe Jesu wahrzunehmen, bedeutet, bei Seinem Herzen angelangt zu sein. Denn dort, in diesem Glutofen, dem Licht über allem Licht, der Schönheit über aller Schönheit, der Weisheit über jeder Weisheit, bekommt man eine Ahnung der Liebe, die bis zum Äußersten geht, wie es im Johannesevangelium heißt (13,1). Dort bekommen wir eine Ahnung davon, was Barmherzigkeit ist. Was der Karfreitag ist.