Samstag, 6. Juni 2026

 »Du aber sei nüchtern in allen Dingen.«

Naturgemäß darf die ganz große Propaganda nicht fehlen. Und dafür ist allemal Hollywood zuständig. 

Und nicht irgendein Regisseur, sondern gleich derjenige, der sich beim Thema bestens auskennt und den sogenannten blockbuster liefern wird – Steven Spielberg.

Das Thema: Die Aliens beziehungsweise deren Invasion beziehungsweise die sympathischen außerterrestrischen Intelligenzen.

Dabei geht es nicht um Unterhaltung oder Science Fiction. Oh nein. Hollywood greift diesmal in die verwegenste Höhenlage. Es geht um nichts weniger als um die Wahrheit. Um die Offenbarung. Um die längst überfällige Offenlegung des bislang Verborgenen.

Nächste Woche kommt die Propagandawalze in die Kinos. Der finale Trailer, der bereits auf dem Markt ist und Filmausschnitte mit Spielberg-Interviewsequenzen kombiniert, läßt das Schlimmste befürchten. 

 

Spielbergs raunende Zwischenkommentare und Fragen nach dem Motto: Wäre es nicht toll, wenn das Gezeigte alles wahr wäre?, sind selbstverständlich rhetorische Fragen. Der betriebene cineastische Aufwand will die definitive Konditionierung des Zuschauers. Nach dem Film soll es nur mehr den einen und immer gültigen Konsens der one world geben: Die Außerirdischen gibt es nicht nur, sie sind bereits da.

Nonnen, rosenkranzbetend, in der Erwartung der Aliens, dürfen selbstredend in der betrügerischen  Propagandatrommel nicht fehlen, auch nicht wohlplazierte Kreuze als verführerische Requisiten . 

Denn die eigentliche Stoßrichtung des Films, der sich im übrigen nahtlos in positive Äußerungen amerikanischer Toppolitiker (Trump, Rubio et al) und NASA-Experten einreiht, ist die Attacke auf die katholische Kirche, wozu Spielberg der geeignete Mann ist, hatte er doch schon in seinem 2001 veröffentlichen Film AI die theologische Wahrheit des Menschen als Imago Dei blasphemisch verhöhnt. Die katholische Kirche, und nur sie, ist das Zeichen des Widerspuchs, welches zu demolieren ist, da sie unbeirrt und wohlbegründet daran festhält, daß Aliens nicht nur nicht existieren, sondern daß dann, wenn sogenannte UFO-Phänomene oder vergleichbare Manifestationen gesichtet werden, es sich dabei nicht um authentische Kundgaben außerirdischen Lebens handelt, sondern um dämonische Vorspiegelungen. 

Es paßt in diesen Zusammenhang, daß ausgerechnet diese Woche und also exakt vor der Kinopremiere von Disclosure Day / Der Tag der Wahrheit ein berühmter amerikanischer Exorzist, der genau diese Wahrheit vertritt, nämlich daß die außerirdischen Phänomene diabolische Machinationen sind, schnurstracks von seinem Bischof, der seit langem durch seine heterodoxen Äußerungen das episkopale Lehramt verrät, des Amtes enthoben wurde. Die Propaganda, so die unmißverständliche Lektion, duldet keinen Widerspruch. Sie soll schließlich global sein. Und die zweite Lektion: Die Kirche macht endlich einen Schwenk, es wurde aber auch Zeit.

Und man darf damit rechnen, daß die Masse leichtgläubig (Corona läßt grüßen) den raffiniert zubereiteten Köder schlucken wird. Ist nicht die weltweite Krise derart gigantisch, daß nur mehr Superintelligenzen, halt Aliens aus anderen Galaxien, sie bewältigen können? Müssen wir uns nicht glücklich schätzen, daß endlich die UFOs landen, weil deren Insassen – die außerirdischen Adepten der globalen Nächstenliebe – Mitleid mit unseren Ausweglosigkeiten haben?

Der standhafte Christ sollte seine Bibel nehmen und den Völkerapostel Paulus zu Rate ziehen. Hier, nicht im Kintopp, findet er die wahre Antwort und die wahre  Offenbarung:


»Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst.«

Und dem eventuell Verunsicherten, der diesbezüglich nach fundierter katholischer Katechese sucht, wird diese Lektüre weiterhelfen: 

Daniel O’Connor, The First and Last Deception. Aliens, UFOS, AI, and The Return of Eden’s Demise, New York 2025.